Mohshärte: 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Bei dem Amethyst handelt es sich um die violette Varietät des Minerals Quarz. Der Name kommt aus dem Griechischen (amethystos), was so viel heißt wie “dem Rausche entgegenwirkend”. Dies drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst vor der berauschenden Wirkung des Weins, welche durch den Alkohol entstand, geschützt sein soll. Ebenso sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen, so der alte Glaube. Heute gilt der Amethyst als der beliebteste Stein unter den Quarzen und wird überwiegend als Schmuckgestein genutzt.

Die Farben reichen von einem hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem sehr dunklen Violett und entstehen durch Defekte im Gitternetz. Auch durch die Bestrahlung mit Gammastrahlen (völlig ungefährliche Strahlen ähnlich Höhenstrahlung im Flugzeug) können aus farblosen eisenhaltigen Quarzen Amethysten entstehen. Ihre Farbe verlieren die Gesteine bei Einfluss von UV-Strahlung (z.B Sonnenlicht) oder auch wenn sie erhitzt werden.

Amethyst ist eine weit verbreitete Quarzvarietät mit vergleichsweise wenigen Fundorten. Große Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Namibia, Russland und Marokko. Aber auch in Deutschland gibt es einen bekannten Fundort in den Edelsteinminen Steinkaulenberg in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Das größte Amethystvorkommen Europas befindet sich bei der niederösterreichischen Stadt Maissau.

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