Achat

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,5-2,6 g/cm³

Bei dem Achat handelt es sich um eine Varietät des Minerals Quarz,

Der Name “Achat” stammt von dem griechischen Philosophen und Naturforscher “Theophrastos von Eresos”, welcher eine große Menge des Gesteins in dem Fluss “Achates” auf Sizilien finden konnte.

Natürliche Achate können in fast allen Farbtönen vorkommen. Ein auffälliges Merkmal von Achaten ist die überwiegende streifenförmige Ablagerung, welche aufgrund der rhythmischen Kristallisation entsteht.

Schon früh genoss der Achat eine hohe Wertschätzung und wurde bereits 1000 v. Chr. Zu Ringen oder Gefäßen weiterverarbeitet.

Dabei entdeckte man schnell, dass sich Achate besonders gut färben lassen, weshalb man ihn heute auch in grellen Farben wie Violett oder Pink erwerben kann. Seit fast 200 Jahren praktiziert man in Idar-Oberstein das Färben von Achaten und brachte es dort zu einer sonst kaum erreichten Perfektion. Daher hat sich dort auch eine weltweit bedeutende Achat- und Farbsteinschleiferei entwickelt.
Je nach Beschaffenheit der einzelnen Achat-Bänder ist die Färbbarkeit verschieden. Die weißen Bänder nehmen kaum Farbe an. Einzelheiten über die Färbeverfahren sind Firmengeheimnisse in Idar-Oberstein. Was jedoch bekannt ist: Gewöhnlich werden anorganische Farben benutzt, da natürliche Farben nicht genug lichtbeständig sind. Gefärbte Achate sind mit bloßem Auge nicht zuerkennen – es sei denn es handelt sich um für Achate ungewöhnliche Farbtöne (z.B. blau), die sonst bei Achten nicht vorkommen. Seit 2007 müssen alle gefärbten Achate als „behandelt“ oder „gefärbt“ kenntlich gemacht werden.

Fundorte gibt es sehr viele verteilt in der ganzen Welt. Beispielsweise in Frankreich, Russland, Polen oder Österreich. Aber auch in Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien oder Australien gibt es viele Orte, an denen man das Gestein auffinden kann. Aber auch Deutschland hat mit vielen Fundorten, wie Bayern, Rheinland-Pfalz, der Eifel oder dem Saarland ein hohes Vorkommen von Achaten.

Heute wird der Achat vor allem als Schmuckstein verwendet, sowie in der Technik als Polierstein für Blattgold.

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