Lapislazuli

Lapislazuli

Mohshärte: 5-6; Dichte 2,4-3 g/cm3

Bei Lapislazuli handelt es sich um tiefblaues Gestein, das sich aus verschiedenen Mineralien zusammensetzt. Ein qualitativ hochwertiger Lapislazuli wird durch eine möglichst ausgeglichene Farbverteilung in dunkel-blau oder violett-blau ausgezeichnet, jedoch haben die meisten Exemplare eine gefleckte Oberfläche. Lapislazuli mit goldenen Pyrit-Einschlüssen hat ein besonders attraktives Funkeln und ist sehr begehrt.

Der Name setzt sich aus den beiden lateinischen Begriffen lapis (Stein) und lazulum (blau) zusammen.

Die wichtigsten Fundorte von Lapislazuli befinden sich in Zentralasien. Aber auch Kanada, Kalifornien und Pakistan sind wunderbare Exemplare auffindbar.

Als unverwechselbarer Schmuckstein wurde Lapislazuli schon vor 7000 Jahren benutzt und gilt auch heute noch als ein sehr beliebtes und auffällig schönes Schmuckstück. Auch als Pigment ist das Gestein schon lange Zeit sehr gefragt.

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Azurit

Azurit

Mohshärte: 3,5-4; Dichte: 3,77 g/cm3

Azurit verfügt über eine charakteristische tiefblaue Farbe und einen beeindruckenden glasähnlichen Glanz. Er kommt durchsichtig, durchscheinend oder undurchsichtig vor.  Oft findet man ihn zusammen mit Malachit verwoben.

Der Name Azurit wurde erstmals 1824 erwähnt und stammt von Francois Sulpice Beudant, einem französischen Mineralogen, welcher den Namen aus dem Arabischen hergeleitet mit blau übersetzte.

Bekannt durch außergewöhnliche Azuritfunde ist vor allem Tsumeb in Namibia, wo bereits Exemplare mit bis zu 20cm Länge gefunden wurden. Aber auch in Fundstätten in Marokko oder Lyon wurden bereits atemberaubend schöne Kristalle gefunden. Es gibt noch viele weitere Länder, in denen Azurit gefunden werden kann, wie zum Beispiel den USA, Portugal, Russland, Griechenland und Australien.

Schon im alten Ägypten konnte Azurit als Schmuckstein und Farbpigment nachgewiesen werden und gilt auch heute noch aufgrund seiner edlen, tiefblauen Farbe als großartiges Schmuckstück. Da er jedoch als Schmuckstein für kommerzielle Nutzung sehr weich ist, wird er oftmals durch Kunststoff stabilisiert, was ihm zusätzlich noch mehr Glanz schenkt.

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Rhodonit

Rhodonit

Mohshärte: 5,5-6,5; Dichte: 3,76 g/cm³

Rhodonit – der Stein mit dem wunderbaren Rosa-Rot-Tönen: Der Name lässt sich aus dem altgriechischen ableiten und lässt sich als „Rose“ bzw. „Rosenduft“ übersetzen. Diese Bezeichnung wurde erstmals durch Christoph Friedrich Jasche 1819 beschrieben, welcher aufgrund der Farbe das Mineral nach dem griechischen Wort für Rose benannte.

Rhodonit bildet sich durch Druck- oder Temperaturschwankungen in Gesteinen. Dabei verändert sich die mineralogische Zusammensetzung und es kommt zu Neu- oder Umbildung von Mineralen (Gesteinsmetamorphose).

Stand 2019 wurden bisher rund 1000 Fundorte dokumentiert, in Ländern wie Argentinien, Australien oder Österreich und noch viele weitere. Auch in Deutschland sind bereits Fundorte in Bayern, Bensheim oder auch in Herborn bekannt, sowie in Niedersachsen oder in Rheinland-Pfalz.

Verwendet wird er ausschließlich als angesehener Schmuckstein.

Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem sehr ähnlichen Rhodochrosit. Ein Unterscheidungsmerkmal ist, dass Rhodochrosit meist weiss durchsetzt (gebändert) ist, während Rhodonit eher schwarze Einschlüsse hat.


Sodalith

Sodalith

Mohshärte: 5,5 bis 6; Dichte: 2,27 g/cm3

Der Name Sodalith setzt sich aus dem englischen Wort für Natrium (Sodium) und dem griechischen Wort für Stein (lithos) zusammen und verweist damit auf die chemische Zusammensetzung des Minerals.

Meistens verfügt er über eine graublaue bis dunkelblaue Farbe, jedoch können durch Fremdbeimengungen oder Einschlüsse auch weiße, gelbe oder lila Exemplare vorkommen.

Die ersten bekannten Aufzeichnungen über Sodalith stammen von 1812, als man in Grönland Exemplare fand. Andere bekannte Fundorte sind Norwegen, Österreich, Frankreich sowie Italien und viele weitere. Auch in der deutschen Eifel finden sich großartige Exemplare von Sodalith wieder.

Verwendet wird Sodalith vor allem als gefragter Schmuckstein, jedoch hat er zusätzlich auch eine große Bedeutung als Sammlermineral für das Kunstgewerbe.

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Rhodochrosit

Rhodochrosit

Mohshärte 3,5-4,5; Dichte 3,5 g/cm³

Rhodochrosit ist rosa bis rotbraun und oft weiß durchsetzt. Er entsteht unter anderem in Tropfsteinhöhlen (Stalaktiten) und ist dadurch – wie bei den Jahresringen eines Baumes – gebändert. Kristallisiert in gut ausgeprägten Kristallen ist er eher selten und in Hohlräumen zu finden.

Sein Name stammt von dem griechischen Wort rhodochroos ab und bedeutet übersetzt rosafarbig. Außerdem entstanden durch August Breithaupt noch alternative Namen wie Rosenspat und Himbeerspat, da er der Meinung war, dass Rhodochrosit schwer auszusprechen sei.

Weltweit konnte Rhodochrosit bereits an Rund 1400 Fundorten nachgewiesen werden. Unteranderem in Ländern wie Australien, Belgien, Brasilien, Frankreich, Finnland, der Türkei und noch vielen weiter. Auch in Deutschland sind Gesteinsproben auf dem Boden der Ostsee in der Nähe der Insel Gotland gefunden worden, sowie in kleinen Erzgruben im Rheingau.

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Sonnenstein

Sonnenstein

Mohshärte: 6-6,5; 2,65 g/cm³

Der Sonnenstein gehört zur Familie der Feldspate und ist eher selten zu finden.

Sonnenstein ist Orange-Rot und erinnert somit an die glühende Sonne. Daher erhielt er seinen Namen. Ein Spinell-Rot ist die begehrteste und wertvollste Farbe beim Sonnenstein

Seine auffällig schimmernde rote Farbe entsteht durch Einlagerungen feinster Plättchen aus Eisenoxid. Das besondere Lichtspiel beim Sonnenstein wird Aventureszenz genannt. Es wird durch Einschlüsse von speziell ausgerichteten, flachen Mineralpartikeln hervorgerufen. Diese Einlagerungen reflektieren die einfallenden Lichtstrahlen.

Einschlüsse innerhalb des Sonnensteins sind daher sehr begehrt: Kleine Einschlüsse bringen den rötlichen bis goldenen Schimmer hervor. Große Einschlüsse hingehen führen zu der glitzerartigen Reflektion.

 

Zu finden ist Sonnenstein in Ländern wie Indien, Norwegen oder den USA.


Labradorit

Labradorit

Mohshärte: 6-6,5; Dichte: 2,8 g/cm³

Bei dem Labradorit handelt es sich um eine häufig vorkommende Mineralmischung aus der Gruppe der Feldspate.

Der Labradorit ist durch sein irisierendes Farbspiel sehr auffällig und beliebt. Dieses besondere metallische Farbspiel in bau, violett und grün nennt sich Labradoreszenz (Verb: labradorisieren). Es entsteht durch eine Spiegelung des Lichts.

Der Name entstand durch seinen ersten Fundort, der Halbinsel Labrador (im Osten Kanadas), wo er 1770 von einem tschechischen Missionar gefunden wurde.

Fundorte sind Quebec, die Ukraine, Finnland, Norwegen sowie Madagaskar.

Madagaskar-Mondstein und Regenbogen-Mondstein wird ein weißer Labradorit bezeichnet. Oft werden diese Steine als Imitation für den echten Mondstein verwendet.

Eine Besonderheit ist der Spektolith – eine Varietät des Labradorits:

Der Spektolith hat eine dunkle Grundfarbe, in dem sich durch Zerlegung des Lichts, das auf den Stein auftrifft, alle Spektralfarben rot, orange, gelb, grün, blau und Violett zeigen. Er kommt nur in Finnland vor.

Der Labradorit ist aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit gegenüber jedem Wärmeeinfluss schwer zu verarbeiten.

Informationsvideo (englisch)


Feldspat (Mondstein)

Feldspat

Mohshärte: 6-6,5; Dichte: 2,5 g/cm³

Bei dem Feldspat handelt es sich um eine große Gruppe häufig auffindbarer Silikat-Minerale und gelten als die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale der Erdkruste.

Sie sind in sehr vielen variablen Farben zu sehen, wie rosa, grün, blau sowie braun. Auch farblose Feldspäte sind möglich.

Der Name Feldspat setzt sich aus den Wörtern Feld und Spat zusammen. Jahrhundertelang sprachen die Bergleute Minerale und Gesteine allgemein als Spat an, wenn sie die Eigenschaft besaßen, sich besonders gut spalten zu lassen.

Etwa Mitte des 18. Jahrhunderts kam der Begriff Feldspat auf, als man verschiedene Mineralarten genauer zu unterscheiden lernte. Der Name stellt jedoch eine Anlehnung an die Tatsache dar, dass Feldspat-Bruchstücke häufig auf Feldern gefunden wurden, so die Theorie von Rene- Just Haüy von 1804.

Das Mineral wird in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt, wobei alle Gruppen komplexe Unterschiede in der Chemie aufweisen.

Feldspäte treten meist in Form tafeliger oder säuliger, oft verbundener Kristalle auf und finden sich in unterschiedlichen Sedimentgesteinen. Es gehört zu den Mineralien, die weltweit am häufigsten vorkommen.

Einige Varietäten des Feldspats werden bei geeigneter Qualität als Schmuckstein verwendet. Zusätzlich stellt er einen wichtigen Bestandteil bei der Porzellanherstellung dar und kann sogar als Ausgangsmaterial für Zahnersatz genutzt werden.

Beschreibungen von Feldspaten – klicke auf das Bild


Achat

Quarze

Quarz ist nach dem Feldspat das zweithäufigste Mineral der Erde und ist in großer Form in unterirdischen Gängen auffindbar. Jedoch sind auch schon kleine Quarzgesteine in gewöhnlichem Sand zu finden.

Ein Quarz entsteht durch die Kristallisation bei Abkühlung von Magma. In Hohlräumen des Magma lagern sich über Jahrmillionen Kristalle ein. So entstehen auch sogenannte „Geoden“. Das ist ein rundlicher Hohlraum, der von einer Gesteinsschicht begrenzt ist. Je nach Größe der Hohlräume füllen sie sich innen ganz (Mandel) oder sind innen noch frei (Druse). Diese Geoden findet man zum Beispiel heute noch in Idar-Oberstein auf Äckern. Dafür baucht es jedoch ein geübtes Auge.

Quarz ist in den verschiedensten Farb- und Größenverhältnissen vorzufinden. Die Farben entstehen durch verschiedene zugesetzte chemische Elemente, Einschlüsse oder durch Fehler in der kristallinen Gitterform der Elemente. Zum Beispiel entsteht die Farbe des Amethyst durch zusätzlich eingelagerte Eisenionen und die Bestrahlung mit Gammastrahlen (vergleichbar mit Höhenstraheln, welche absolut ungefährlich sind).

Es wird unterschieden in

  • makrokristalline Quarze – Kristalle, die mit bloßem Auge erkennbar sind. Z.B. Amethyst, Aventurin, Bergkristall, Blauquarz, Citrin, Falkenauge, Prosiolith, Rosenquarz, Tigerauge.
  • mikrokristalline Quarze – mikroskopisch kleine Kristalle. z.B. Achat, Chalcedon, Chysopras, Heliotrop, Jaspis, Karneol, Moosachat

Bei Quarz handelt es sich um ein Mineral, welches aus einer sogenannten “trigonalen Symmetrie” (drei Dreh- und Drehinversionsachsen) sowie dem Stoff “SiO2” (Siliziumdioxid) besteht.

Videoempfehlung: Kurzvideo „Österreichische Kristallsucher (ca 4 Min)


Aquamarin

Aquamarin

Mohshärte: 7,5-8; Dichte: 2,68-2,74 g/cm³

Dieser Stein hat seinen Namen wegen der Meerwasserfarbe. Der Name ist aus dem Lateinischen abgeleitet von aqua (Wasser) und mare (Meer). Der Sage nach stammt der Aquamarin aus dem Tresor der märchenhaften Seejungfrauen und gilt seit alten Zeiten als Glücksstein der Seeleute.

Die wichtigsten Aquamarin Lagerstätten befinden sich an vielen Orten in Brasilien. Darüber hinaus gibt es auch Funde in Nigeria, Sambia, Madagaskar und Mozambique, Afghanistan oder Pakistan.

Die Farbgebende Substanz ist Eisen. Es gibt Aquamarine in lichtem Blau des Himmel bis zu tiefem Blau des Meeres. Die wertvollsten Steine haben tiefe Blautöne. Die feinste Farbe nennt man Santamaria, nach der Provinz in Brasilien, in der dieser edle Stein in den 30er Jahren erstmals gefunden wurde.

Von der Farbe her nicht so tief blaue Aquamarine werden handelsüblich gebrannt und erhalten so eine schöne, beständige Farbgebung. Behandlungen mit Neutronen- oder Gammastrahlen sind leider nicht farbbeständig.

Der größte Aquamarin wurde in Brasilien gefunden. Er wog ca 110 kg nd konnte zu Edelsteinen im Gesamtgewicht von über 100.000 Ct geschliffen werden.


Turmalin

Turmalin

Turmaline zeichnen sich durch ihre einzigartige Farbenvielfalt aus. Der Name „Turmalin“ kommt vom singalesischen Wort „tur mali“, was so viel bedeutet wie „Stein mit gemischten Farben“.

Nach einer alten ägyptischen Sage ist der Turmalin auf seinem langen Weg aus dem Erdinneren hinaus zur Sonne über einen Regenbogen gewandert und hat dabei seine Farben angenommen. Deshalb nennt man ihn auch heute noch „Edelstein des Regenbogens“

Turmaline gibt es fast überall auf der Welt, wobei die bedeutendsten Vorkommen in Brasilien, Sri Lanka und Westafrika liegen. Weitere Fundstellen liegen in Nigeria, Simbabwe, Kenia, Tansania, Mozambique und Madagaskar sowie Pakistan und Afghanistan.

Je nach Farbe wird der Turmalin mit einem eigenen Namen gehandelt:

Rubellith – intensives Rot, jeodch nur nur sofern er bei künstlichem Licht das gleiche Rubonrot zeigt, wie bei Tageslicht

Pink- oder Rosa Turmalin – die Farbe ändert sich bei Wechsel der Lichtquelle

Indigolith – blau

Dravit – gelbbraun oder dunkelbraun

Schörl – schwarz

Verdelith – grün und besonders beliebt

Paraiba – lebhaftes, intensives Blau bis Blaugrün bis hin zu Himbeer-Violett und Pink und besonders wertvoll

Der Turmalin hat einen besonders ausgeprägten Pleochroismus. Das meint, dass er je nach Blickrichtung die Farbe ändert: mehr oder weniger intensiv oder auch unterschiedlich.

Infovideo (englisch)


Smaragd

Smaragd

Der Name kommt von dem griechischen Wort „smaragdos“ und bedeutet „grüner Stein“. I

Kleopatra liebte diesen Stein besonders und trug sehr beeindruckenden Smaragd-Schmuck. Als Geschenk liess Sie Smaragde mit ihrem eingravierten Bildnis herstellen. In Ägypten haben Smaragde als Edelsteine den höchsten Stellenwert, da sie  als Symbol für nationalen Stolz stehen.

Der „Mogul-Smaragd“ ist mit seinen 10 cm Höhe einer der größten Smaragde der Welt und wurde in 2001 für ca 2,2 Mio USD versteigert.

Die feinsten Smaragde stammen aus Kolumbien. Es gibt weitere Vorkommen in Sambia, Brasilien, Simbabwe, Madagaskar, Pakistan, Indien, Afghanistan und Russland. Auch in Mitteleuropa gibt es ein einziges Smaragd-Vorkommen: In Südtirol im Habachtal, was bis heute ein Teil des Smaragdwegs ist – ein Wanderweg an dem Informationen zu Smaragden gegeben werden. Man findet dort auch heute noch Smaragde.

Besonders feine Smaragde sind sogar wertvoller als Diamanten. Sie sind jedoch sehr selten. Oft stören Einschlüsse und ungleichmäßige Farbe. Am wertvollsten sind tiefgrüne im Gegensatz zu blassgrünen Smaragden, wobei bei tiefgründig Smaragden auch Einschlüsse vorhanden sein dürfen, ohne den Wert zu mindern. Die Gutachter nennen solche häufig vorkommenden Kristalleinschlüsse, Risse oder Sprünge liebevoll „Jardin“. Die zarten „Pflänzchen“ im Smaragdgarten zeugen hier als Merkmal für einen natürlich gewachsenen Smaragd.

„Trapiche-Smaragd“ wird einen Form des Smaragds genannt, bei der durch Einschlüsse eine Struktur entsteht, die an ein Wagenrad mit sechs Speichen erinnert.

 


Blauquarz

Blauquarz

Mohshärte: 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Als Blauquarz werden Quarze bezeichnet, die durch verschiedene Einschlüsse blau gefärbt sind. Die blaue Farbe wird durch Lichtbrechung an den faserigen, mikroskopisch kleinen in den Quarz eingeschlossenen Krokydolith und Rutilnadeln hervorgerufen.

Blauquarz gibt es in hell-, mittel- und dunkelblauen Farbtönen. So kann es auch zu Verwechslungen mit anderen Edel- und Schmucksteinen kommen wie z.B. Aquamarin, Tansanit, Dumortierit. Blauquarz ist durchscheinend bis undurchsichtig und hat einen Glasglanz.

Er kommt in Brasilien, Indien, Südafrika und auch in Europa (Skandinavien) vor.


Onyx

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,5-2,6 g/cm³

Onyx ist eine Varietät des Achates und gehört zur Quarzgruppe der Mineralien.

Der Onyx ist zweifarbig schwarz-weiss gebändert und daher als Schmuckstein sehr beliebt. Er ist in seiner reinen From recht selten.

Es ist im Edelsteinhandel üblich, dass ein Stein als Onyx ausgewiesen wird, obwohl es sich um gefärbten Achat handelt. Dabei wir der Stein in Honig- oder Zuckerlösung eingelegt und anschließend mit erwärmter Schwefelsäure und Kohlenstoff behandelt. Solche Steine sind dann als „behandelt“ oder „gefärbt“ gekennzeichnet.

Der Onyx kommt in Südamerika und den USA soiwie in Madagaskar, Pakistan und Uruguay vor.


Achat

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,5-2,6 g/cm³

Bei dem Achat handelt es sich um eine Varietät des Minerals Quarz,

Der Name “Achat” stammt von dem griechischen Philosophen und Naturforscher “Theophrastos von Eresos”, welcher eine große Menge des Gesteins in dem Fluss “Achates” auf Sizilien finden konnte.

Natürliche Achate können in fast allen Farbtönen vorkommen. Ein auffälliges Merkmal von Achaten ist die überwiegende streifenförmige Ablagerung, welche aufgrund der rhythmischen Kristallisation entsteht.

Schon früh genoss der Achat eine hohe Wertschätzung und wurde bereits 1000 v. Chr. Zu Ringen oder Gefäßen weiterverarbeitet.

Dabei entdeckte man schnell, dass sich Achate besonders gut färben lassen, weshalb man ihn heute auch in grellen Farben wie Violett oder Pink erwerben kann. Seit fast 200 Jahren praktiziert man in Idar-Oberstein das Färben von Achaten und brachte es dort zu einer sonst kaum erreichten Perfektion. Daher hat sich dort auch eine weltweit bedeutende Achat- und Farbsteinschleiferei entwickelt.
Je nach Beschaffenheit der einzelnen Achat-Bänder ist die Färbbarkeit verschieden. Die weißen Bänder nehmen kaum Farbe an. Einzelheiten über die Färbeverfahren sind Firmengeheimnisse in Idar-Oberstein. Was jedoch bekannt ist: Gewöhnlich werden anorganische Farben benutzt, da natürliche Farben nicht genug lichtbeständig sind. Gefärbte Achate sind mit bloßem Auge nicht zuerkennen – es sei denn es handelt sich um für Achate ungewöhnliche Farbtöne (z.B. blau), die sonst bei Achten nicht vorkommen. Seit 2007 müssen alle gefärbten Achate als „behandelt“ oder „gefärbt“ kenntlich gemacht werden.

Fundorte gibt es sehr viele verteilt in der ganzen Welt. Beispielsweise in Frankreich, Russland, Polen oder Österreich. Aber auch in Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien oder Australien gibt es viele Orte, an denen man das Gestein auffinden kann. Aber auch Deutschland hat mit vielen Fundorten, wie Bayern, Rheinland-Pfalz, der Eifel oder dem Saarland ein hohes Vorkommen von Achaten.

Heute wird der Achat vor allem als Schmuckstein verwendet, sowie in der Technik als Polierstein für Blattgold.

Videoempfehlung: Edle Steine  vom Acker – Achatsucher (ca 8 Min)


Jaspis

Jaspis

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,58-2,91 g/cm³

Jaspis ist ein sehr vielfältiger, beliebter Schmuckstein. Für Jasips gibt es daher eine Menge Handelsnamen – je nach Farbe, Zeichnung, Fundort oder Zusammensetzung: Achatjaspis (mit Achat verwachsen), Bandjaspis (geänderte Optik), Landschaftsjaspis (landschaftsähnliche Strukturen), Dalmatinerjaspis (schwarz weiss gepunktet), Mookait (rosa bis hellrot), etc.

Bei Jaspis handelt es sich um eine feinkörnige Varietät des Minerals Quarz, welches eng mit Chalcedon verwandt ist. Er verfügt über eine Menge Varietäten und kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Der Name des Gesteins leitet sich über das lateinische aus dem griechischen ab und steht für “gesprenkelter Stein”.

Aufgrund seiner polykristallinen Struktur ist Jaspis im Allgemeinen undurchsichtig weiß, jedoch kann er durch verschiedene Beimengungen die unterschiedlichsten Farben beinhalten, wie z.B. rot, braun, gelb, grün oder grau. Während die rötliche und bräunliche Farbe durch eingebautes Eisen oder Mangan entsteht, ist es Chlorit, der Jaspis grün färbt. Einlagerungen von Ton oder Lehm bewirken eine gelbliche oder gelbbraune Farbtönung.

Bekannte Fundorte sind Sibirien, Sizilien sowie in Tirol. Aber auch in vielen Deutschen Gebieten ist Jaspis auffindbar. Beispielsweise gibt es Exemplare im Erzgebirge oder dem Harz.


Moosachat

 

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,6 g/cm³

Der Name Moosacht ist abgeleitet von den pflanzenähnlichen Strukturen, die im Inneren des Steins zusehen sind und den Schmuckstein so beliebt machen. Es sind jedoch keine Pflanzenteile, die man hier sieht, sondern einfach nur bestimmte Einlagerungen in moosähnlicher Ausbreitung, die sich so interessant anschauen lassen. Um die schöne innere Struktur besonders zur Geltung zu bringen, wird der Stein oft in dünnen Scheiben verarbeitet und für Broschen, Anhänger oder Ringe genutzt.

Moosachate sind im eigentlichen Sinne keine Achate, weil die für Achate typische Bänderung fehlt.

Bei Moosachat gehört zu den Quarzen der Mineralien handelt es sich um eine mikrokristalline Varietät von Chalcedon. Er ist eigentlich farblos mit grünen, braunen oder roten Einlagerungen. Bei den grünen Strukturen handelt es sich dabei um Einlagerungen von Chlorit oder Hornblende.

Die bedeutendsten Fundorte von Moosachat befinden sich in den USA, Indien sowie in Ungarn. Aber vor allem auch in Deutschland (z.B. dem sächsischen Erzgebirge) sind eine Menge Exemplare auffindbar.


Chrysopras

Chrysopras

Mohshärte: 7; Dichte: 2,58-2,64 g/cm³

Bei Chrysopras handelt es sich um eine Varietät der Quarz-Varietät Chalcedon. Er weist somit dieselben chemischen, physikalischen und optischen Eigenschaften auf.

Die Herkunft des Namens führt auf den Gelehrten Plinius (23 bis 79) zurück und bedeutet übersetzt so etwas wie “goldener Lauch”. Dabei bezog er sich auf die gelbgrüne Farbe des Minerals. Heute wird das Gestein vor allem als beliebter, jedoch auch empfindlicher Schmuckstein verwendet.

Die hell- bis mittelgrüne Farbe entsteht durch Beimengungen des nickelhaltigen Talkes Kerolith. Die Farbe kann jedoch durch den Einfluss von Wärme und Sonnenlicht mit der Zeit verblassen.

Chrysopras ist ein weltweit vergleichsweises häufig vorkommendes Mineral und kann in Amerika, Russland, Japan, Australien sowie Kasachstan gefunden werden. Aber auch in Deutschland, wie z.B im sächsischen Erzgebirge kann man fündig werden.


Chalcedon

Chalcedon

Chalcedon

Mohshärte: 7; Dichte 2,6g/cm³

Bei dem Chalcedon handelt es sich um eine faserige, mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz. Der Name taucht erstmals bei Plinius dem Älteren um 77 n. Chr. auf. Der Name leitet sich von der Stadt Kalchedon in Bithynien ab, jedoch konnte nie eine tiefere Verbindung zwischen Stein und Stadt erkannt werden.

Der Farbton variiert zwischen farblos und einem bläulichen grau. Durch Verunreinigungen können jedoch auch andere Färbungen, wie braun, rot oder grün entstehen.

Das Gestein bildet sich oberflächennah, sowie in Hohlräumen basischer Magmatiten aber auch in Sedimenten (versteinertes Holz). Dort entsteht er durch Kristallisation aus silikatreichen Lösungen bei Temperaturen um 120°C.

Chalcedon ist ein weltweit vorkommendes Mineral. In Deutschland kann man Chalcedon z.B. im Erzgebirge (Sachsen) finden.


Rosenquarz

Mohshärte: 7; Dichte 2,65g/cm³

Bei Rosenquarz handelt es sich um die rosa Varietät des Minerals Quarz. Der Name des Quarzminerals entstand durch die Ähnlichkeit des Farbtons mit rosa Rosen.

Die Ursachen der rosa Farbe von trübem Rosenquarz und klarem Rosaquarz sind unterschiedlich. Während trüber Rosenquarz seine Farbe aufgrund feinster Einschüsse eines Dumortierit-ähnlichen Minerals erhält, liegt es bei klarem Rosenquarz an Aluminium und Phosphor in der Quarzstruktur. Rosenquarz bestimmter Lokalitäten verliert seine Farbe durch die Einwirkung von Sonnenlicht, während Rosenquarz anderer Lagerstätten ihre Farbe behalten. Beim Erhitzen verliert Rosenquarz ab 575°C seine Farbe.

Klare Kristalle von rosa Quarz sind sehr selten. Bekannt ist z.B. das Vorkommen in Minas Gerais, Brasilien. Trübe Exemplare sind jedoch häufiger und sogar in Deutschland zu finden. Man kann sie dann in granitischen Pegmatiten sowie in Quarzgängen finden.


Thulit

Mohshärte 6-7; Dichte 3,15 bis 3,36 g/cm3

Der seltene rosenrot-weisse Edelstein kommt besonders in Australien, Namibia, Norwegen und USA vor.

Das Besondere an dem Stein ist seine Hitzeempflindlichkeit: Schon der Kontakt mit einer Lötflamme kann dazu führen, dass sich Blasen bilden und der Stein aufquillt.

Der Name stammt von der sagenumwobenen Insel Thule. In der Antike stand Thule sprichwörtlich für den äußerten Nordrand der Welt. Nach neueren Erkenntnissen entspricht Thule wahrschienlich der norwegischen Insel Smøla vor Trondheim.

Der Thulit gehört zu der Zoisit-Gruppe der Minaeralien.

Reiner Zoisit ist farblos und erhält seine Farbe (grau, Rosa, rot, violett, etc) durch verschiedene Beimengungen. Die Strichafarbe ist immer weiss.