Sonnenstein

Sonnenstein

Mohshärte: 6-6,5; 2,65 g/cm³

Der Sonnenstein gehört zur Familie der Feldspate und ist eher selten zu finden.

Sonnenstein ist Orange-Rot und erinnert somit an die glühende Sonne. Daher erhielt er seinen Namen. Ein Spinell-Rot ist die begehrteste und wertvollste Farbe beim Sonnenstein

Seine auffällig schimmernde rote Farbe entsteht durch Einlagerungen feinster Plättchen aus Eisenoxid. Das besondere Lichtspiel beim Sonnenstein wird Aventureszenz genannt. Es wird durch Einschlüsse von speziell ausgerichteten, flachen Mineralpartikeln hervorgerufen. Diese Einlagerungen reflektieren die einfallenden Lichtstrahlen.

Einschlüsse innerhalb des Sonnensteins sind daher sehr begehrt: Kleine Einschlüsse bringen den rötlichen bis goldenen Schimmer hervor. Große Einschlüsse hingehen führen zu der glitzerartigen Reflektion.

 

Zu finden ist Sonnenstein in Ländern wie Indien, Norwegen oder den USA.


Labradorit

Labradorit

Mohshärte: 6-6,5; Dichte: 2,8 g/cm³

Bei dem Labradorit handelt es sich um eine häufig vorkommende Mineralmischung aus der Gruppe der Feldspate.

Der Labradorit ist durch sein irisierendes Farbspiel sehr auffällig und beliebt. Dieses besondere metallische Farbspiel in bau, violett und grün nennt sich Labradoreszenz (Verb: labradorisieren). Es entsteht durch eine Spiegelung des Lichts.

Der Name entstand durch seinen ersten Fundort, der Halbinsel Labrador (im Osten Kanadas), wo er 1770 von einem tschechischen Missionar gefunden wurde.

Fundorte sind Quebec, die Ukraine, Finnland, Norwegen sowie Madagaskar.

Madagaskar-Mondstein und Regenbogen-Mondstein wird ein weißer Labradorit bezeichnet. Oft werden diese Steine als Imitation für den echten Mondstein verwendet.

Eine Besonderheit ist der Spektolith – eine Varietät des Labradorits:

Der Spektolith hat eine dunkle Grundfarbe, in dem sich durch Zerlegung des Lichts, das auf den Stein auftrifft, alle Spektralfarben rot, orange, gelb, grün, blau und Violett zeigen. Er kommt nur in Finnland vor.

Der Labradorit ist aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit gegenüber jedem Wärmeeinfluss schwer zu verarbeiten.

Informationsvideo (englisch)


Mondstein

Mondstein

Mohshärte: 6-6,5; 2,56 g/cm³

Der Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspate.

Den Namen erhielt er durch sein Schimmern, welches an Mondlicht erinnert. Dieses bläulich-weiße Schimmern über die gesamte Oberfläche des Steins, nennt man Adulareszenz. Er entsteht durch Brechung und Streuung des Lichtes. Die Farben des Mondsteins sind farblos, weiß, bräunlich oder bläulich.

In der Antike galt der Mondstein schon bei den Griechen und Römern als ein Edelstein mit ganz besonderen Eigenschaften. Er soll nämlich die entfernten Eigenschaften des Mondes auf der Erde verstärken.

Ein blauer wogender Lichtschimmer (Adularisieren) im Mondstein ist begehrter als ein weißer, ein dunkler Mondstein begehrter als ein heller.

Einer der größten Mondsteine in besonders schöner Qualität mit Adulareszenz stammt aus Tansania und wiegt 107,84 Karat.

Mondstein wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Aufgrund seiner geringen Härte und vollkommenden Spaltbarkeit ist Mondstein sehr druckempfindlich.

Echter Mondstein in Schmuckqualität ist selten, daher wird er oft im Handel durch weißen Labradorit imitiert, welcher häufiger vorkommt.

Mondstein kommt vor in Sri Lanka, Indien sowie Brasilien, Madagaskar, Australien, Birma, die USA, Myanmar und Tansania.

Infovideo


Amazonit

Amazonit

Mohshärte 6-6,5; Dichte 2,56-2,58 g/cm³

Der Name wird zurückgeführt auf das Dorf, in dem Alexander von Humbodt ihn erstmals entdeckt hat: Amazonen.

Amazonit mit seinem schönen türkisen Farbton und Seidenschimmer wird ausschließlich zu Schmucksteinen verarbeitet und gehört zu der Gruppe der Feldspate. Fundstellen liegen beispielsweise in Amerika, Indien, Madagaskar und Norwegen.