Blauquarz

Blauquarz

Mohshärte: 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Als Blauquarz werden Quarze bezeichnet, die durch verschiedene Einschlüsse blau gefärbt sind. Die blaue Farbe wird durch Lichtbrechung an den faserigen, mikroskopisch kleinen in den Quarz eingeschlossenen Krokydolith und Rutilnadeln hervorgerufen.

Blauquarz gibt es in hell-, mittel- und dunkelblauen Farbtönen. So kann es auch zu Verwechslungen mit anderen Edel- und Schmucksteinen kommen wie z.B. Aquamarin, Tansanit, Dumortierit. Blauquarz ist durchscheinend bis undurchsichtig und hat einen Glasglanz.

Er kommt in Brasilien, Indien, Südafrika und auch in Europa (Skandinavien) vor.


Onyx

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,5-2,6 g/cm³

Onyx ist eine Varietät des Achates und gehört zur Quarzgruppe der Mineralien.

Der Onyx ist zweifarbig schwarz-weiss gebändert und daher als Schmuckstein sehr beliebt. Er ist in seiner reinen From recht selten.

Es ist im Edelsteinhandel üblich, dass ein Stein als Onyx ausgewiesen wird, obwohl es sich um gefärbten Achat handelt. Dabei wir der Stein in Honig- oder Zuckerlösung eingelegt und anschließend mit erwärmter Schwefelsäure und Kohlenstoff behandelt. Solche Steine sind dann als „behandelt“ oder „gefärbt“ gekennzeichnet.

Der Onyx kommt in Südamerika und den USA soiwie in Madagaskar, Pakistan und Uruguay vor.


Achat

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,5-2,6 g/cm³

Bei dem Achat handelt es sich um eine Varietät des Minerals Quarz,

Der Name “Achat” stammt von dem griechischen Philosophen und Naturforscher “Theophrastos von Eresos”, welcher eine große Menge des Gesteins in dem Fluss “Achates” auf Sizilien finden konnte.

Natürliche Achate können in fast allen Farbtönen vorkommen. Ein auffälliges Merkmal von Achaten ist die überwiegende streifenförmige Ablagerung, welche aufgrund der rhythmischen Kristallisation entsteht.

Schon früh genoss der Achat eine hohe Wertschätzung und wurde bereits 1000 v. Chr. Zu Ringen oder Gefäßen weiterverarbeitet.

Dabei entdeckte man schnell, dass sich Achate besonders gut färben lassen, weshalb man ihn heute auch in grellen Farben wie Violett oder Pink erwerben kann. Seit fast 200 Jahren praktiziert man in Idar-Oberstein das Färben von Achaten und brachte es dort zu einer sonst kaum erreichten Perfektion. Daher hat sich dort auch eine weltweit bedeutende Achat- und Farbsteinschleiferei entwickelt.
Je nach Beschaffenheit der einzelnen Achat-Bänder ist die Färbbarkeit verschieden. Die weißen Bänder nehmen kaum Farbe an. Einzelheiten über die Färbeverfahren sind Firmengeheimnisse in Idar-Oberstein. Was jedoch bekannt ist: Gewöhnlich werden anorganische Farben benutzt, da natürliche Farben nicht genug lichtbeständig sind. Gefärbte Achate sind mit bloßem Auge nicht zuerkennen – es sei denn es handelt sich um für Achate ungewöhnliche Farbtöne (z.B. blau), die sonst bei Achten nicht vorkommen. Seit 2007 müssen alle gefärbten Achate als „behandelt“ oder „gefärbt“ kenntlich gemacht werden.

Fundorte gibt es sehr viele verteilt in der ganzen Welt. Beispielsweise in Frankreich, Russland, Polen oder Österreich. Aber auch in Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien oder Australien gibt es viele Orte, an denen man das Gestein auffinden kann. Aber auch Deutschland hat mit vielen Fundorten, wie Bayern, Rheinland-Pfalz, der Eifel oder dem Saarland ein hohes Vorkommen von Achaten.

Heute wird der Achat vor allem als Schmuckstein verwendet, sowie in der Technik als Polierstein für Blattgold.

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Jaspis

Jaspis

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,58-2,91 g/cm³

Jaspis ist ein sehr vielfältiger, beliebter Schmuckstein. Für Jasips gibt es daher eine Menge Handelsnamen – je nach Farbe, Zeichnung, Fundort oder Zusammensetzung: Achatjaspis (mit Achat verwachsen), Bandjaspis (geänderte Optik), Landschaftsjaspis (landschaftsähnliche Strukturen), Dalmatinerjaspis (schwarz weiss gepunktet), Mookait (rosa bis hellrot), etc.

Bei Jaspis handelt es sich um eine feinkörnige Varietät des Minerals Quarz, welches eng mit Chalcedon verwandt ist. Er verfügt über eine Menge Varietäten und kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Der Name des Gesteins leitet sich über das lateinische aus dem griechischen ab und steht für “gesprenkelter Stein”.

Aufgrund seiner polykristallinen Struktur ist Jaspis im Allgemeinen undurchsichtig weiß, jedoch kann er durch verschiedene Beimengungen die unterschiedlichsten Farben beinhalten, wie z.B. rot, braun, gelb, grün oder grau. Während die rötliche und bräunliche Farbe durch eingebautes Eisen oder Mangan entsteht, ist es Chlorit, der Jaspis grün färbt. Einlagerungen von Ton oder Lehm bewirken eine gelbliche oder gelbbraune Farbtönung.

Bekannte Fundorte sind Sibirien, Sizilien sowie in Tirol. Aber auch in vielen Deutschen Gebieten ist Jaspis auffindbar. Beispielsweise gibt es Exemplare im Erzgebirge oder dem Harz.


Moosachat

 

Mohshärte: 6,5-7; Dichte: 2,6 g/cm³

Der Name Moosacht ist abgeleitet von den pflanzenähnlichen Strukturen, die im Inneren des Steins zusehen sind und den Schmuckstein so beliebt machen. Es sind jedoch keine Pflanzenteile, die man hier sieht, sondern einfach nur bestimmte Einlagerungen in moosähnlicher Ausbreitung, die sich so interessant anschauen lassen. Um die schöne innere Struktur besonders zur Geltung zu bringen, wird der Stein oft in dünnen Scheiben verarbeitet und für Broschen, Anhänger oder Ringe genutzt.

Moosachate sind im eigentlichen Sinne keine Achate, weil die für Achate typische Bänderung fehlt.

Bei Moosachat gehört zu den Quarzen der Mineralien handelt es sich um eine mikrokristalline Varietät von Chalcedon. Er ist eigentlich farblos mit grünen, braunen oder roten Einlagerungen. Bei den grünen Strukturen handelt es sich dabei um Einlagerungen von Chlorit oder Hornblende.

Die bedeutendsten Fundorte von Moosachat befinden sich in den USA, Indien sowie in Ungarn. Aber vor allem auch in Deutschland (z.B. dem sächsischen Erzgebirge) sind eine Menge Exemplare auffindbar.


Chrysopras

Chrysopras

Mohshärte: 7; Dichte: 2,58-2,64 g/cm³

Bei Chrysopras handelt es sich um eine Varietät der Quarz-Varietät Chalcedon. Er weist somit dieselben chemischen, physikalischen und optischen Eigenschaften auf.

Die Herkunft des Namens führt auf den Gelehrten Plinius (23 bis 79) zurück und bedeutet übersetzt so etwas wie “goldener Lauch”. Dabei bezog er sich auf die gelbgrüne Farbe des Minerals. Heute wird das Gestein vor allem als beliebter, jedoch auch empfindlicher Schmuckstein verwendet.

Die hell- bis mittelgrüne Farbe entsteht durch Beimengungen des nickelhaltigen Talkes Kerolith. Die Farbe kann jedoch durch den Einfluss von Wärme und Sonnenlicht mit der Zeit verblassen.

Chrysopras ist ein weltweit vergleichsweises häufig vorkommendes Mineral und kann in Amerika, Russland, Japan, Australien sowie Kasachstan gefunden werden. Aber auch in Deutschland, wie z.B im sächsischen Erzgebirge kann man fündig werden.


Chalcedon

Chalcedon

Chalcedon

Mohshärte: 7; Dichte 2,6g/cm³

Bei dem Chalcedon handelt es sich um eine faserige, mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz. Der Name taucht erstmals bei Plinius dem Älteren um 77 n. Chr. auf. Der Name leitet sich von der Stadt Kalchedon in Bithynien ab, jedoch konnte nie eine tiefere Verbindung zwischen Stein und Stadt erkannt werden.

Der Farbton variiert zwischen farblos und einem bläulichen grau. Durch Verunreinigungen können jedoch auch andere Färbungen, wie braun, rot oder grün entstehen.

Das Gestein bildet sich oberflächennah, sowie in Hohlräumen basischer Magmatiten aber auch in Sedimenten (versteinertes Holz). Dort entsteht er durch Kristallisation aus silikatreichen Lösungen bei Temperaturen um 120°C.

Chalcedon ist ein weltweit vorkommendes Mineral. In Deutschland kann man Chalcedon z.B. im Erzgebirge (Sachsen) finden.


Rosenquarz

Mohshärte: 7; Dichte 2,65g/cm³

Bei Rosenquarz handelt es sich um die rosa Varietät des Minerals Quarz. Der Name des Quarzminerals entstand durch die Ähnlichkeit des Farbtons mit rosa Rosen.

Die Ursachen der rosa Farbe von trübem Rosenquarz und klarem Rosaquarz sind unterschiedlich. Während trüber Rosenquarz seine Farbe aufgrund feinster Einschüsse eines Dumortierit-ähnlichen Minerals erhält, liegt es bei klarem Rosenquarz an Aluminium und Phosphor in der Quarzstruktur. Rosenquarz bestimmter Lokalitäten verliert seine Farbe durch die Einwirkung von Sonnenlicht, während Rosenquarz anderer Lagerstätten ihre Farbe behalten. Beim Erhitzen verliert Rosenquarz ab 575°C seine Farbe.

Klare Kristalle von rosa Quarz sind sehr selten. Bekannt ist z.B. das Vorkommen in Minas Gerais, Brasilien. Trübe Exemplare sind jedoch häufiger und sogar in Deutschland zu finden. Man kann sie dann in granitischen Pegmatiten sowie in Quarzgängen finden.


Amethyst

Mohshärte: 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Bei dem Amethyst handelt es sich um die violette Varietät des Minerals Quarz. Der Name kommt aus dem Griechischen (amethystos), was so viel heißt wie “dem Rausche entgegenwirkend”. Dies drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst vor der berauschenden Wirkung des Weins, welche durch den Alkohol entstand, geschützt sein soll. Ebenso sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen, so der alte Glaube. Heute gilt der Amethyst als der beliebteste Stein unter den Quarzen und wird überwiegend als Schmuckgestein genutzt.

Die Farben reichen von einem hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem sehr dunklen Violett und entstehen durch Defekte im Gitternetz. Auch durch die Bestrahlung mit Gammastrahlen (völlig ungefährliche Strahlen ähnlich Höhenstrahlung im Flugzeug) können aus farblosen eisenhaltigen Quarzen Amethysten entstehen. Ihre Farbe verlieren die Gesteine bei Einfluss von UV-Strahlung (z.B Sonnenlicht) oder auch wenn sie erhitzt werden.

Amethyst ist eine weit verbreitete Quarzvarietät mit vergleichsweise wenigen Fundorten. Große Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Namibia, Russland und Marokko. Aber auch in Deutschland gibt es einen bekannten Fundort in den Edelsteinminen Steinkaulenberg in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Das größte Amethystvorkommen Europas befindet sich bei der niederösterreichischen Stadt Maissau.

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Rauchquarz

Rauchquarz

Mohshärte 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Bei Rauchquarz handelt es sich um eine relativ oft auffindbare Varietät des Minerals Quarz. Der Name des graubraun bis schwarz gefärbten Gesteins geht auf die Farbe dieser Quarzvarietät zurück. Der jedoch auch sehr häufig verwendete Name “Morion” kann auf den römischen Geschichtsschreiber und Naturforscher Plinius (23 bis 79 n. Chr.) zurückgeführt werden. Morion hat eine ausgesprochen dunkle Färbung und kommt sehr selten vor.

Die graubraune bis schwarze Farbe erhält der Rauchquarz durch die natürlich oder künstlich hergestellten Gammastrahlen (ultraviolette Höhenstrahlung). Dabei hat ein komplett schwarzer Kristall einen leicht höheren Wert als ein dunkelbrauner Kristall.

Im Jahre 2019 wurden weltweit bereits beinahe 2400 Fundorte von Rauchquarz dokumentiert. Bekannte Fundorte sind unter anderem Australien, Brasilien, Russland, sowie die USA.

Auch interessant zu wissen ist, dass der weltweit größte und bekannte Rauchquarzkristall mehrere Meter lang ist und ganze 77 Tonnen wiegt.

In der Geschichte der Gemmologie gilt der Rauchquarz als einer der ätesten Edelsteine. Siegel aus Rauchquarz waren ind er römischen Antike sehr beliebt. Oft wurden Abbildungen von erfolfreichen Kriegern aus Rauchquarz gestaltet und danach flachgeschliffene andere Steine zusätzlich eingesetzt.


Citrin

Citrin

Der Name kommt von dem lateinischen begriff „Zitrone“, an die er durch seine zitronengelbe bis bernstein-orange Farbe erinnert.

Im Mittelalter verstand man unter Citrin verschiedene gelbliche Mineralien. Es war auch der Name Goldtopas gebräuchlich. Erst ab dem 16. Jahrhundert bezeichnete man mit dem Namen Citrin eindeutig gelben Quarz.

Natürlicher Citrin ist sehr rar. Er wird insbesondere in Südamerika, USA, Madagaskar und Indien abgebaut.

Am Wertvollsten sind Citrine mit einem klaren, leuchtendem Gelb- bis Braun-Rot. Sie heissen Mardeira-Citrin oder Palmeira-Citrin.

Oft sind als Citrin ausgewiesene Edelsteine eigentlich gebrannte Amethysten. In der Regel sind die Unterschiede zu echten Citrinen nur durch Gutachter zu unterscheiden.

Der Citrin gehört zu der Quarzgruppe der Edelsteine.

 


Tigerauge

Tigerauge

Mohshärte 6,5-7; Dichte 2,58-2,64 g/cm³

Der Tigerauge-Stein ist durch seine Farbe besonders beliebt als Schmuckstein: Die Optik des geschliffenen Steines erinnert durch seine goldgelb gestreifte Farbe unverkennbar an ein Katzenauge.

Tigeraugen kommen recht häufig auf der Welt vor. Vor allem in Südafrika, aber auch sonst auf allen Kontinenten.

Der Stein ist nicht spaltbar und bricht faserig. Der Stein ist durchscheinend bis undurchsichtig und glänzt fettig bis seidig.

Die Qualität des Steins hängt von seiner Farbe ab: Je gelber der Stein, desto hochwertiger.

Unter Hitzeeinwirkung färbt sich das Tigerauge rot. Werden Cabochons aus den Tigeraugen geschliffen, zeigen diese einen wandernden Lichtstreif, der an ein Katzenauge erinnert und deshalb dem Steinen seinen Namen gab. Beim Brennen erhält das Tigerauge eine kupferne Farbe; wird der Stein anschließend in Spiritus abgeschreckt, kann der Stein violette Färbungen zeigen. Ein rotes Tigerauge ist immer gebrannt, da diese Farbe in der Natur nicht vorkommt. Allerdings werden die roten Tigeraugen gern als Schmuck verarbeitet.

Tigerauge gehört zur Quarzgruppe der Mineralien.


Aventurin

Aventurin

Mohshärte 7; Dichte 2,64-2,69 g/cm³

Der Name Aventurin leitet sich aus dem italienischen „a ventura“ ab und heißt übersetzt „auf gut Glück“. Der Name soll aus der Glasherstellung kommen: In geschmolzenem Glas wurden Kupferspäne verteilt, die dann dem Glitzern des Aventurin ähnlich sehen.

Aventurin kann Einschlüsse von Fuchsit, Glimmer oder Hämatit enthalten. Der Stein kann dadurch ein starkes Glimmern haben, das auch Aventureszenz genannt wird.

Er wurde an zahlreichen Orten auf der ganzen Welt gefunden. Besonders hervorzuheben ist Russland. Aber auch in Deutschland gibt es kleinere Vorkommen.

Aventurin gehört zur Quarzgruppe der Mineralien.


Bergkristall

Bergkristall

Mohshärte 6,5-7; Dichte 2,65 g/cm³

Bei dem Bergkristall handelt es sich um die auf der Welt überall vorkommende reinste Form von Quarz. Das farblose Mineral hat seinen Namen bereits aus der Antike. Damals wurde er lange Zeit für gefrorenes oder versteinertes Eis gehalten, woraus der aus Griechenland stammende Name (griech. krýstallos = Eis) resultierte.

Eine Besonderheit an ihm sind seine unterschiedlichen Wachstumsformen und Wachstumsphasen, die sich über Zeiträume von Tausenden von Jahren hinziehen können. Dies hat zur Wirkung, dass die Längen des Kristalls zwischen 2 und 14 Metern variieren und die ältesten Bergkristalle zwischen 100.000- 1.000.000 Jahre alt sind.

Der Bergkristall gehört zur Quarzgruppe der Mineralien.